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7.
Etappe: Arette
- km 399
(Michelin Karte
85: 47,92° nord - 3,39° west)
Sonntag 14. Juni 87
Das dürfte wohl die kürzeste Etappe dieser Tour sein. In strömendem Regen bin ich,
so
gegen Mittag, in Tardets aufgebrochen, in strömendem Regen bin ich dann 15 km mehr
geschwommen als geradelt, und in strömendem Regen bin ich hier in Arette angekommen. Ich bin
völlig durchnässt und aus den Belüftungslöchern meiner Schuhe spritzen bei
den ersten Schritten, die ich mache, zischend kleine Fontainen. Es ist erst 14 Uhr, doch für heute habe ich
endgültig genug!
Ziemlich missmutig entscheide ich mich für das erstbeste, direkt an der
Hauptstraße gelegene Hotel. Aber bevor ich es wagen kann die Rezeption zu betreten, muss ich mich erst
mal gründlich renovieren. Im spärlichen Schutz einer löchrigen Markise entleere ich
meine völlig durchweichten Schuhe, befreie mich von der lästigen Regenhaut und
dem am Körper klebenden Trikot und streife ein trockenes T-shirt über. Man
empfängt mich freundlich, wenn auch ein wenig mitleidig, und ich bekomme ein ruhiges
gemütliches Zimmer nach hinten raus. Ein großes Fenster verleiht dem Raum
etwas Helles, ja irgendwie Heiteres, und gibt die Aussicht frei auf die
regenverhangene, dampfende Landschaft. Der Anblick ist nicht ganz reizlos und
versetzt mich allmählich wieder in eine etwas versöhnlichere, optimistische
Stimmung. In angenehmer und vor allem trockener Umgebung lässt sich
Dauerregen eben doch viel leichter ertragen, ja beinahe genießen. Ich
beschließe dieses freundliche Refugium nicht mehr zu verlassen, bis dass sich
das Wetter gebessert hat, und sollte es Tage dauern! Nach Dusche und Abendessen
im Hotel fühle ich mich wieder rundum wohl!
Der
Wetterbericht ist miserabel und verheißt auch für die nächsten Tage nichts
Gutes. Trübe Aussichten!
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